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Interner Cloud Service Katalog

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Die Cloud-Transformation verändert die Rolle der IT-Abteilung grundlegend. Anstatt Systeme zu verwalten, werden Plattformdienste bereitgestellt. Anstatt auf Tickets zu reagieren, werden Produkte angeboten, die die Sparten selbst konsumieren können.

Diese Verschiebung erfordert einen Servicekatalog: die strukturierte Übersicht aller Cloud-Services, die die IT intern anbietet — mit klaren Servicebeschreibungen, Preisen und Qualitätsversprechen.

Ohne Servicekatalog entstehen Sprawl-Umgebungen, in denen jedes Team seinen eigenen Weg geht, die IT den Überblick verliert und die Kosten unkontrolliert ansteigen.

Servicekatalog Übersicht

Für die Sparten: Eine klare Übersicht, was die IT zu welchen Konditionen und in welchem Qualitätsniveau anbieten kann. Kein ewiges Hin und Her, welche Cloud-Dienste erlaubt sind und welche nicht.

Für die IT-Abteilung: Strukturierte Nachfrage statt Ad-hoc-Anfragen. Planbare Kapazität. Die Basis für Kostentransparenz und interne Kostenverrechnung.

Für das Management: Transparenz darüber, welche Services es gibt, was diese kosten und welche Sparten sie nutzen. Die Basis für fundierte Make-or-Buy-Entscheidungen.

1. Platform Services — Infrastruktur als Produkt

Abschnitt betitelt „1. Platform Services — Infrastruktur als Produkt“

Was STACKIT liefert, verpackt als internes Angebot mit klarer Governance:

Sicherheit wird nicht bestellt, sondern gehört zu jedem Projekt. Dennoch gibt es optionale Add-ons:

Die IT weist jeder Sparte aus, was ihre Cloud-Nutzung kostet — ohne interne Abrechnung. Ziel: Kostenbewusstsein schaffen ohne administrativen Aufwand.

Als Einstieg geeignet. Die Verhaltensänderung vollzieht sich langsam, da es keinen direkten finanziellen Anreiz gibt.

Kosten werden tatsächlich auf Kostenstellen gebucht. Die Cloud-Nutzung der Sparten wird in Rechnung gestellt. Das stärkste Instrument für Kostendisziplin.

Erfordert eine saubere Tagging-Governance (Projekt-Tag für jede Ressource), einen klaren Preiskatalog und eine Abstimmung der Abrechnungsmodalitäten mit dem Finanzbereich.

Sparten erhalten ein monatliches Cloud-Budget. Wer darüber hinausgeht, eskaliert in einen Freigabeprozess. Ressourcengrenzen werden technisch erzwungen.

Eine Kombination aus Planungssicherheit für die Finanzabteilung und Autonomie für die Sparten.

Ein Servicekatalog ohne SLAs ist eine Wunschliste. Interne SLAs müssen realistisch sein: Sie sollten leicht unter den STACKIT-SLAs liegen, um Puffer für Betrieb, Monitoring und Incident Response zu lassen.

Grundregel: Internes Verfügbarkeits-SLA = STACKIT-SLA minus 0,5 Prozentpunkte Betriebspuffer.

Reaktionszeiten klar definiert:

Aufbau des Servicekatalogs — praktische Schritte

Abschnitt betitelt „Aufbau des Servicekatalogs — praktische Schritte“
  1. Inventarisierung: Welche Services erbringt die IT bereits strukturiert oder unstrukturiert? Was wird am häufigsten nachgefragt?

  2. Portfolioentscheidung: Welche Leistungen sollen standardisiert angeboten werden? Was bleibt Projektarbeit auf Anfrage? Was wird grundsätzlich abgelehnt?

  3. Servicebeschreibungen erstellen: Je Service: Name, Beschreibung, Inklusivleistungen, Ausschlüsse, Preismodell, SLA, Einarbeitungsprozess.

  4. Interne Preisgestaltung definieren: In Abstimmung mit der Finanzabteilung, auf Basis von STACKIT-Listenpreisen zuzüglich internem Betriebsaufwand.

  5. Portal oder Katalog veröffentlichen: STACKIT bietet einen serviceaccountbasierten Zugang an, den die IT als Self-Service-Portal konfigurieren kann. Alternativ: ein einfaches Confluence-Wiki als Ausgangspunkt.

  6. Bedarf messen und Katalog iterieren: Quartalsweise Überprüfung: Welche Services werden genutzt? Welche nicht? Was fehlt?