---
title: "Interner Cloud Service Katalog"
description: "Wie eine IT-Abteilung Cloud-Services als interne Produkte anbietet: Aufbau des Servicekatalogs, interne Preisgestaltung, SLA-Definition und der Wandel von der Kostenstelle zur Service-Provider-Mentalität."
sidebar:
  order: 7
  label: "Servicekatalog"
source_url: "https://framework.stackit.cloud/de/adoption/adapting-operating-models/service-catalogue/"
source_file: "docs/de/adoption/adapting-operating-models/service-catalogue.mdx"
---

## Von der IT-Abteilung zum internen Cloud-Anbieter

Die Cloud-Transformation verändert die Rolle der IT-Abteilung grundlegend. Anstatt Systeme zu verwalten, werden Plattformdienste bereitgestellt. Anstatt auf Tickets zu reagieren, werden Produkte angeboten, die die Sparten selbst konsumieren können.

Diese Verschiebung erfordert einen Servicekatalog: die strukturierte Übersicht aller Cloud-Services, die die IT intern anbietet — mit klaren Servicebeschreibungen, Preisen und Qualitätsversprechen.

Ohne Servicekatalog entstehen Sprawl-Umgebungen, in denen jedes Team seinen eigenen Weg geht, die IT den Überblick verliert und die Kosten unkontrolliert ansteigen.

## Was ein Servicekatalog leistet

![Servicekatalog Übersicht](./files/service-catalogue-overview.svg)

**Für die Sparten:** Eine klare Übersicht, was die IT zu welchen Konditionen und in welchem Qualitätsniveau anbieten kann. Kein ewiges Hin und Her, welche Cloud-Dienste erlaubt sind und welche nicht.

**Für die IT-Abteilung:** Strukturierte Nachfrage statt Ad-hoc-Anfragen. Planbare Kapazität. Die Basis für Kostentransparenz und interne Kostenverrechnung.

**Für das Management:** Transparenz darüber, welche Services es gibt, was diese kosten und welche Sparten sie nutzen. Die Basis für fundierte Make-or-Buy-Entscheidungen.

## Fünf Kategorien eines Cloud Service Katalogs

### 1. Platform Services — Infrastruktur als Produkt

Was STACKIT liefert, verpackt als internes Angebot mit klarer Governance:

| Service              | Beschreibung                                    | Internes SLA           | Preismodell            |
| -------------------- | ----------------------------------------------- | ---------------------- | ---------------------- |
| Compute Standard     | Virtuelle Maschinen, Standard-Tiers             | 99,5 % Verfügbarkeit   | pro vCPU/Monat         |
| Kubernetes Managed   | Managed Kubernetes Cluster auf STACKIT SKE      | 99,9 % Control Plane   | pro Knotenstunden      |
| Object Storage       | S3-kompatibler Object Storage                   | 99,9 % Haltbarkeit     | pro GB/Monat           |
| Managed Database     | PostgreSQL/MySQL managed, tägliche Backups      | 99,5 % Verfügbarkeit   | je RAM/Storage         |
| Privates Netzwerk    | Dedizierte VPC mit Firewalling                  | Best Effort            | Pauschale pro Projekt  |

### 2. Security Services — Sicherheit als Standard

Sicherheit wird nicht bestellt, sondern gehört zu jedem Projekt. Dennoch gibt es optionale Add-ons:

| Service                 | Beschreibung                                     | Zielgruppe                 |
| ----------------------- | ------------------------------------------------ | -------------------------- |
| Vulnerability Scanning  | Regelmäßige Container- und IaC-Scans             | alle Produktivsysteme      |
| Secrets Management      | Zentraler Tresor für Credentials und API-Keys    | alle Teams mit Secrets     |
| PAM                     | Privileged Access Management für Admin-Zugriffe  | Tier-1- und Tier-2-Systeme |
| Compliance Reporting    | Automatisierter Nachweis für DSGVO, TISAX, BAIT  | regulierte Workloads       |

### 3. Data Services — Daten als Asset

| Service                 | Beschreibung                                              | SLA         |
| ----------------------- | --------------------------------------------------------- | ----------- |
| Data Lake Standard      | STACKIT Object Storage mit Partitionierung und Katalog     | 99,5 %      |
| Managed Analytics       | On-Demand-Analytics-Umgebungen (Spark, Jupyter)            | Best Effort |
| Data Pipeline Standard  | Managed ETL-Infrastruktur auf STACKIT                      | 99 %        |

### 4. DevOps Services — Entwicklungsplattform

| Service                | Beschreibung                                                 | Zielgruppe        |
| ---------------------- | ------------------------------------------------------------ | ----------------- |
| CI/CD-Plattform        | Managed Pipelines mit STACKIT Registry und Deployment         | Entwicklungsteams |
| Entwicklungsumgebungen | Standardisierte Entwicklungsumgebungen on Demand              | Entwickler        |
| IaC-Templates          | Validierte Terraform-Module für STACKIT-Ressourcen            | alle Cloud-Teams  |

### 5. Support Services — Wissen und Hilfe

| Service              | Beschreibung                                              | Kanal                  |
| -------------------- | --------------------------------------------------------- | ---------------------- |
| Cloud Onboarding     | Einführung für neue Teams: Architektur, Billing, IAM      | Workshop (2 Tage)      |
| Architektur-Review   | Technische Bewertung neuer Workload-Konzepte              | asynchrone Prüfung     |
| FinOps Consulting    | Kostenanalyse und Optimierungsempfehlungen                | Monatlich              |
| Incident Support     | Eskalationsweg bei kritischen Produktionsvorfällen        | Pager/Slack            |

## Interne Preisgestaltung — drei Modelle

### Modell 1: Kostentransparenz (Showback)

Die IT weist jeder Sparte aus, was ihre Cloud-Nutzung kostet — ohne interne Abrechnung. Ziel: Kostenbewusstsein schaffen ohne administrativen Aufwand.

Als Einstieg geeignet. Die Verhaltensänderung vollzieht sich langsam, da es keinen direkten finanziellen Anreiz gibt.

### Modell 2: Interne Kostenverrechnung (Chargeback)

Kosten werden tatsächlich auf Kostenstellen gebucht. Die Cloud-Nutzung der Sparten wird in Rechnung gestellt. Das stärkste Instrument für Kostendisziplin.

Erfordert eine saubere Tagging-Governance (Projekt-Tag für jede Ressource), einen klaren Preiskatalog und eine Abstimmung der Abrechnungsmodalitäten mit dem Finanzbereich.

### Modell 3: Pauschalbudgets mit Limits

Sparten erhalten ein monatliches Cloud-Budget. Wer darüber hinausgeht, eskaliert in einen Freigabeprozess. Ressourcengrenzen werden technisch erzwungen.

Eine Kombination aus Planungssicherheit für die Finanzabteilung und Autonomie für die Sparten.

## SLA — was intern zugesagt werden kann

Ein Servicekatalog ohne SLAs ist eine Wunschliste. Interne SLAs müssen realistisch sein: Sie sollten leicht unter den STACKIT-SLAs liegen, um Puffer für Betrieb, Monitoring und Incident Response zu lassen.

**Grundregel:** Internes Verfügbarkeits-SLA = STACKIT-SLA minus 0,5 Prozentpunkte Betriebspuffer.

Reaktionszeiten klar definiert:

| Schweregrad   | Definition                                             | Reaktionszeit | Lösungszeit      |
| ------------- | ------------------------------------------------------ | ------------- | ---------------- |
| P1 — Kritisch | Produktionsausfall, geschäftskritisch                  | 15 Minuten    | 4 Stunden        |
| P2 — Hoch     | Erhebliche Beeinträchtigung, Workaround möglich        | 1 Stunde      | 24 Stunden       |
| P3 — Mittel   | Teilbeeinträchtigung, Workaround vorhanden             | 4 Stunden     | 72 Stunden       |
| P4 — Niedrig  | Kosmetisches Problem, keine Auswirkung auf Produktion  | 1 Werktag     | nächster Sprint  |

## Aufbau des Servicekatalogs — praktische Schritte

<Steps>
1. **Inventarisierung:** Welche Services erbringt die IT bereits strukturiert oder unstrukturiert? Was wird am häufigsten nachgefragt?

2. **Portfolioentscheidung:** Welche Leistungen sollen standardisiert angeboten werden? Was bleibt Projektarbeit auf Anfrage? Was wird grundsätzlich abgelehnt?

3. **Servicebeschreibungen erstellen:** Je Service: Name, Beschreibung, Inklusivleistungen, Ausschlüsse, Preismodell, SLA, Einarbeitungsprozess.

4. **Interne Preisgestaltung definieren:** In Abstimmung mit der Finanzabteilung, auf Basis von STACKIT-Listenpreisen zuzüglich internem Betriebsaufwand.

5. **Portal oder Katalog veröffentlichen:** STACKIT bietet einen serviceaccountbasierten Zugang an, den die IT als Self-Service-Portal konfigurieren kann. Alternativ: ein einfaches Confluence-Wiki als Ausgangspunkt.

6. **Bedarf messen und Katalog iterieren:** Quartalsweise Überprüfung: Welche Services werden genutzt? Welche nicht? Was fehlt?

</Steps>
